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Die Anwendung neuer Techniken birgt Risiken. Das ist auch bei der Gentechnik so. Gentechnik verändert Organismen (GVO), indem sie neue Gene ins Erbgut einbringt. Gentechnisch veränderte Organismen verhalten sich dann anders als ihre unveränderten Artgenossen. Deswegen muss belegt sein, dass dieses "Anders sein" keine negativen Folgen für Mensch, Tier und Umwelt hat. Doch überraschende, unerwartete oder langfristige Effekte können oft nur ungenügend abgeklärt werden. Es besteht Forschungsbedarf.
Eine neue Technik muss nachhaltig sein. Nachhaltig ist eine Technik dann, wenn sie nicht erneuerbare Ressourcen schont. Gentechnisch veränderte Pflanzen sollten die Landwirtschaft umweltverträglicher und nachhaltiger machen. Ohne Erfolg - der Einsatz von Pestiziden hat sich nicht reduziert, Energie- und Wasserverbrauch sind unverändert, Ertragssteigerungen bleiben aus, der Verlust an Ackerboden geht weiter. Dafür nimmt die Vielfalt der Ackerflora und -fauna ab. BIO und IP Produzenten machen die Landwirtschaft nachhaltig und das ohne Gentechnik. Gerade für sie wird es aber schwierig, wenn die Produktion mit GVOs Fuss fasst.
Gentechnisch veränderte Pflanzen blühen, produzieren Pollen, entwickeln Samen und überleben in der Umwelt, genauso wie andere Pflanzen auch. Das kann für die Umwelt und die Landwirtschaft zu Problemen führen.
Schon heute ist klar, dass der Anbau von GVO in der Schweiz dazu führt, dass ein Vermeiden von GVO im Saatgut und in Lebensmitteln teuer und kaum realisierbar wird.
Fazit: Die angebauten gentechnisch veränderten Pflanzen machen die Landwirtschaft nicht nachhaltiger. Die grosse Zurückhaltung der Konsumenten und Produzenten bei der Verwendung dieser Pflanzen ist vernünftig und kann zur Entwicklung einer tatsächlich nachhaltigen Landwirtschaft beitragen. Ein Ja zur Gentechfrei-Initiative ist richtig und notwendig!
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Informationen
Ansprechpartnerin
am FiBL: Bernadette Oehen
Bild:
Thomas Alföldi
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