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Das FiBL ist in verschiedenen osteuropäischen Ländern im Gebiet der Forschung, Lehre, Beratung, Vermarktung und Zertifizierung tätig. Die Zusammenarbeit erfolgt mit privaten Organisationen und Unternehmen sowie auch mit Regierungsstellen, die bei der Entwicklung des Biolandbaus in den jeweiligen Ländern aktiv sind. Dabei geht es in erster Linie darum, das Wissen vor Ort zu stärken und die Partner im Aufbau gut funktionierender Strukturen zu unterstützen.
Der Aufbau eines lokalen und regionalen Marktes für Bioprodukte ist einer der Schwerpunkte der Arbeit des FiBL in Osteuropa. Bessere Marktmöglichkeiten für Bioprodukte sollen helfen, die ökonomischen Verhältnisse der Bauern zu verbessern und somit die ländliche Entwicklung in diesen Ländern fördern. In Albanien wird die Vermarktung von Früchten und Gemüse in Zusammenarbeit mit OAA, der lokalen Bioorganisation, auf dem lokalen Markt gefördert. In Mazedonien wird BIOMAK dabei unterstützt, den Absatz von Bioprodukten auf Wochenmärkten in wichtigen Städten zu fördern. Für Spezialitäten werden auch Exportmärkte gesucht, wie z.B. für Rosenöl aus Bulgarien oder Olivenöl aus Albanien.
Der Mangel an regionalen Zertifizierungsfirmen beeinträchtigt die Entwicklung des Biolandbaus immer wieder stark. Zugang zu Zertifizierungsservices die zahlbar, aber trotzdem von höchster Qualität sind, ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung von lokalen Märkten. Deshalb berät das FiBL verschiedene Firmen bei ihrem Aufbau, so z.B. BALKAN BIOCERT LTD. In Bulgarien und Mazedonien oder ECONISNPECT SRL. in Rumänien. Innerhalb von fünf Jahren soll die Kontrolle und Zertifizierung unhabhängig von externer Unterstützung funktionieren und die Akkreditierung durch ISO 65 erreicht werden. Unterstützung bietet das FiBL auch in Albanien und der Ukraine, wo Kontroll- und Zertifizierungsstrukturen entstehen.
Verschiedene dieser Projekte werden von der Deza (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, Schweiz) finanziert, mit dem Ziel, die lokalen Kapazitäten und Strukturen zu stärken und so die ökonomischen Verhältnisse zu verbessern und die ländliche Entwicklung zu fördern. Das seco (Schweizerisches Staatssekretariat für Wirtschaft) finanziert mehrere Projekte zum Aufbau lokaler Zertifizierungsstellen, mit dem Ziel, nicht tarifbedingte Handelshemmnisse abzubauen und so den Zugang zu neuen Märkten zu erleichtern.
Weitere
Informationen
Ansprechpartner
am FiBL: Lukas Kilcher (Fachgruppenleiter),
Marlene Heeb,
Monika Schneider,
Martin Lichtenhahn,
Eric Meili
Projektübersicht (in englischer Sprache)
Bild:
Marlene Heeb
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