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Auf vielen Bioackerbaubetrieben ist die Fruchtfolge sehr
getreidelastig. Da wäre die Hackfrucht Raps eine willkommene
Abwechslung. Auch der Absatz wäre da, denn die Nachfrage
nach biologisch angebautem, kaltgepresstem Rapsspeiseöl
steigt. Dennoch ist Raps auf Bioflächen nach wie vor
die Ausnahme. Hauptgrund für den zurückhaltenden
Anbau ist die mangelnde Ertragssicherheit. Spätverunkrautung
und Rapsglanzkäfer setzen der Rapskultur zu. Dem Rapsglanzkäfer
ist nur schwer beizukommen, da weder der Einsatz von biokonformen
Insektiziden noch die Streifenansaat von Rübsen eine
reduzierende Wirkung auf den Schädling haben. Bei den
Unkräutern ist vor allem der Blacke (Ampfer) ein Problem,
dem man am besten mit dichten, hohen Beständen und der
Hacke begegnet. Hinzu kommt der hohe Anspruch der Kultur
an die Stickstoffversorgung. Allen Schwierigkeiten zum Trotz
kann Raps in nahezu allen Ackerbaugebieten der Schweiz angebaut
werden, und seine Pfahlwurzel wirkt sich positiv auf die
Bodenstruktur aus. Im Herbst nehmen die Rapspflanzen viel
Stickstoff auf, was sie zu guten Nachfrüchten für
Körnerleguminosen aber auch Getreide macht. Vertragsanbau
für Bioraps wird in der Schweiz bisher nur von der Biofarm
angeboten, für die der Anbau und die Vermarktung von
Biorapsöl eine Erfolgsgeschichte ist.
Weitere
Informationen
Ansprechpartner
am FiBL: Hansueli Dierauer
Mekblatt:
Raps – Anleitung für
den biologischen Anbau
Artikel
im bioaktuell (2/05): Bioraps: eine interessante, aber heikle
Kultur
Bild:
Thomas
Alföldi
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