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Im Blickpunkt

Höchst anspruchvoll: Bioraps

Rapsblüten © FiBL, Bild: Thomas Alföldi
 

Auf vielen Bioackerbaubetrieben ist die Fruchtfolge sehr getreidelastig. Da wäre die Hackfrucht Raps eine willkommene Abwechslung. Auch der Absatz wäre da, denn die Nachfrage nach biologisch angebautem, kaltgepresstem Rapsspeiseöl steigt. Dennoch ist Raps auf Bioflächen nach wie vor die Ausnahme. Hauptgrund für den zurückhaltenden Anbau ist die mangelnde Ertragssicherheit. Spätverunkrautung und Rapsglanzkäfer setzen der Rapskultur zu. Dem Rapsglanzkäfer ist nur schwer beizukommen, da weder der Einsatz von biokonformen Insektiziden noch die Streifenansaat von Rübsen eine reduzierende Wirkung auf den Schädling haben. Bei den Unkräutern ist vor allem der Blacke (Ampfer) ein Problem, dem man am besten mit dichten, hohen Beständen und der Hacke begegnet. Hinzu kommt der hohe Anspruch der Kultur an die Stickstoffversorgung. Allen Schwierigkeiten zum Trotz kann Raps in nahezu allen Ackerbaugebieten der Schweiz angebaut werden, und seine Pfahlwurzel wirkt sich positiv auf die Bodenstruktur aus. Im Herbst nehmen die Rapspflanzen viel Stickstoff auf, was sie zu guten Nachfrüchten für Körnerleguminosen aber auch Getreide macht. Vertragsanbau für Bioraps wird in der Schweiz bisher nur von der Biofarm angeboten, für die der Anbau und die Vermarktung von Biorapsöl eine Erfolgsgeschichte ist.

Weitere Informationen
Ansprechpartner am FiBL: Hansueli Dierauer
Mekblatt: Raps – Anleitung für den biologischen Anbau
Artikel im bioaktuell (2/05): Bioraps: eine interessante, aber heikle Kultur

Bild: Thomas Alföldi
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© 2008 FiBL Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Last Update 11.05.2005 | Comments: webmaster@fibl.org

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