Sonnenblumen soweit das Auge reicht
Sonnenblumen wachsen in diesem Jahr in einem Parzellen-Langzeitversuch
auf dem FiBL-Betrieb in Frick, in welchem in einer sechsjährigen
Fruchtfolge die pfluglose Bodenbearbeitung auf einem schweren
Lehmboden an die Verhältnisse des Biolandbaus angepasst
wird. Landwirte haben diesen Versuch angeregt und sind in
die Versuchsdurchführung und Begleitung eingebunden.
Der pfluglose Anbau bringt viele Vorteile: er schont die
Bodenfruchtbarkeit und spart zudem Energie und Arbeit. Eine
Herausforderung sind beim pfluglosen Anbau aber das vermehrte
Aufkommen von Unkräutern und Schnecken und die verzögerte
Stickstoffnachlieferung des Bodens, insbesondere im Frühjahr.
In der Integrierten Produktion sind diese Anbauprobleme unter
Einsatz von Herbiziden, Schneckenkörnern und rasch wirksamen
mineralischen Stickstoffdüngern weitgehend gelöst.
Im Biolandbau sind solche Hilfsmittel aber verboten. Daher
wurden schon viele Versuche mit reduzierter Bodenbearbeitung
im Biolandbau nach einigen Jahren wieder abgebrochen. Die
Ertragsausfälle wegen Unkrautkonkurrenz durch Winden,
Disteln und Gräser und Problemen mit der Bodenstruktur
waren oft zu gross. Neue Bodenbearbeitungsgeräte, die
Optimierung der Düngung und der Einsatz pflanzlicher
und mineralischer Präparate aus der biologisch-dynamischen
Landwirtschaft sollen helfen, diese Probleme zu überwinden.
Dieser Versuch wird gefördert durch (alphabetisch):
- Bundesamt für Landwirtschaft (CH)
- Dutch BD-Vereniging (NL)
- Evidenzgesellschaft (CH)
- Sampo Initiative zur Förderung Anthroposophischer
Forschung und Kunst (CH)
- Software AG-Stiftung (DE)
- Stiftung zur Pflege von Mensch, Mitwelt, Erde (CH)
Projektbegleitung (alphabetisch):
- Eidg. Forschungsanstalt für Agrarökologie
und Landbau
- Förderer
- Institut für biologisch-dynamische Forschung
- Landwirtschaftliche Abteilung am Goetheanum
- Verein für biologisch-dynamische Landwirtschaft
Weitere
Informationen
Bild: Thomas
Alföldi, FiBL
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Kontaktpersonen
am FiBL: Alfred
Berner und Paul
Mäder
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