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Berater-Info: Weshalb Bodenuntersuchungen im Biobetrieb?

Ein gesunder und mit Nährstoffen ausgeglichen versorgter Boden ist Voraussetzung für gesunde Pflanzen und Tiere und damit auch für gesunde Nahrungsmittel. Bodenuntersuchungen sind ein wichtiges Mittel zur Beurteilung des Nährstoffzustandes im Boden und für die Düngungsplanung.

Zu hohe Nährstoffgehalte rühren häufig von der Zeit vor der Umstellung her. Teilweise werden aber, hauptsächlich in Spezialkulturen, zu hohe Kompostmengen ausgebracht. Mit Hilfe einer Düngungsplanung lässt sich das Nährstoffangebot optimieren. Bei einer ausgeglichenen Suisse-Bilanz sollten die Nährstoffgehalte im Boden bei einer der Nutzung angepassten Verteilung auf allen düngbaren Flächen nicht zunehmen.

Eine Unterversorgung kann langfristig zu einer Erschöpfung der löslichen Nährstoffe im Boden führen. Die langjährige Praxis des biologischen Landbaus zeigt aber, dass es oft nicht nötig ist, eine negative Suisse-Bilanz mit zugeführten Nährstoffen vollständig auszugleichen. Die Bodenversorgungsklasse «mässig» bzw. «B» genügt meist bei Kulturen mit geringem und mittlerem Nährstoffanspruch für einen optimalen Pflanzenertrag von hoher Qualität, ohne den Boden auszulaugen.

Wo Bodenproben genommen werden müssen

Für die Erfüllung des Ökologischen Leistungsnachweises muss mindestens alle 10 Jahre eine Bodenanalyse der Bewirtschaftungsparzellen vorliegen. Auf Biogemüsebetrieben, die gleichzeitig die Anforderungen von Suisse Garantie erfüllen, müssen mindestens alle 5 Jahre Bodenproben untersucht werden, bei gedeckten Kulturen sogar alle 2 Jahre.

Keine Bodenanalyse muss vorliegen für Flächen mit Düngeverbot, für wenig intensiv genutzte Wiesen, für Dauerweiden und bei ganzen Betrieben, die keine N- oder P-haltigen Dünger zuführen und einen tiefen Viehbesatz aufweisen.

Aktualisiertes Merkblatt

Soeben ist die Ausgabe 2006 des FiBL-Merkblattes „Bodenuntersuchungen für Biobetriebe“ erschienen. Es zeigt auf, welche Probleme bei Über- oder Unterversorgung erwartet werden müssen und welche Massnahmen dagegen ergriffen werden können. Detaillierte Angaben zur Entnahme von Bodenproben und eine Liste der Labors mit deren Angeboten vervollständigen das Merkblatt. Das Merkblatt kann im FiBL-Shop kostenlos downgeloadet oder für 4.50 CHF als Broschüre bestellt werden.

Weitere Informationen:

Kontaktperson am FiBL: Res Schmutz
Merkblatt „Bodenuntersuchung für Biobetriebe“

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© 2008 FiBL Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Last Update 08.09.2006 | Comments: webmaster@fibl.org

   
Probenahme © FiBL, Foto: Franco Weibel
  Die Probenahme erfolgt mit einem zylindrischen Stecher wie hier, oder mit einem Probestecher mit Auffangbehälter (Ausleihung durch Landi oder LBBZ).
 
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Cover: Bodenuntersuchungen für Biobetriebe
Bodenuntersuchungen für Biobetriebe