Berater-Info: Bioraps ist gesucht
Kaltgepresstes Biorapsöl ist weiterhin im Aufwind. Nachdem Coop dieses Jahr das erste Mal Biorapsöl aus einheimischer Produktion verkauft, steigt der Bedarf für das Aussaatjahr 2007 auf 150 ha. Wer sich noch entscheiden will hat nicht mehr lange Zeit. Der Raps sollte bis Ende August gesät sein. Zu spät gesäter Raps geht schwach in den Winter und hat im Frühjahr nicht die notwendige Austriebskraft.
Dieses Jahr waren die Bedingungen für den Raps nicht besonders gut. An vielen Orten konnte aufgrund des nassen Wetters keine Unkrautregulierung durchgeführt werden. Dies führte zu einer starken Verunkrautung im Frühjahr. Bestände mit vorgängiger Unkrautkur haben besser abgeschnitten.
Raps verlangt ein relativ feines, gut abgesetztes Saatbett. Die traditionelle Bodenbearbeitung hat sich bewährt. Minimale Bodenbearbeitung führt hingegen zu einem grobscholligen Saatbett mit Hohlräumen in denen sich die Schnecken vermehren können. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre kann gesagt werden, dass der Standort entscheidend für das Ertragspotential ist. Raps gehört in die guten Ackerbaugebiete mit eher tiefgründigen, fruchtbaren Böden. Gut geführte Kulturen entwickeln neben dem Haupttrieb auch starke Nebentriebe. Der Rapsglanzkäfer, welcher dieses Jahr in gewissen Gebieten grosse Schäden verursacht hat, kommt relativ früh und frisst am Haupttrieb vor der Blüte die Knospen ab. Bestände mit starken Seitentrieben haben diese teilweise gut kompensieren können und so noch ansprechende Erträge erzielt. Eine direkte Bekämpfung des Rapsglanzkäfers ist nicht möglich.
Der Risikofaktor bei Raps ist sicher höher wie bei Weizen. Mit gut geführten Beständen lassen sich aber auch unter Biobedingungen Erträge von 30 dt/ha erzielen. Im Durchschnitt kann auf guten Standorten mit einem Ertrag von rund 22 kg/a gerechnet werden.
Weitere Informationen:
Interessierte Produzenten können sich direkt bei der
Biofarm,
Klaus Steiner +41 62 9578052 melden.
Der Preis für Bioraps liegt unverändert bei Fr. 120.- pro dt.
Kontaktperson am FiBL: Hansueli Dierauer
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