Berater-Info: Stoppelbearbeitung gegen Wurzelunkräuter
Die Ackerkratzdisteln nehmen auf vielen Biobetrieben schleichend zu. Im abreifenden Getreide sind die blühenden Disteln gut sichtbar. Diese Blütenstände sollten vor der Ernte entfernt werden. Mechanisch kann die Distel nach der Getreideernte grossflächig mit dem Grubber bekämpft werden.
Die mechanischen Methoden sind kompliziert und bei nur einmaliger oder falscher Anwendung wenig Erfolg versprechend. Bei der Stoppelbearbeitung sind folgenden Punkte wichtig und zu beachten: gleichmässige, flache Bearbeitungstiefe, ganzflächiges Durchschneiden (Überlappen der Scharen), mehrmalige Bearbeitung während der heissen Sommermonate (Schwarzbrache) und eine flache Einmischung der organischen Substanz. Flügelschargrubber eignen sich besonders für die Regulierung der Wurzelunkräuter. Die Schare müssen flach stehen und die Flügel müssen sich ausreichend überlappen, damit alle Wurzeln durchgetrennt werden.
Das ganzflächige, gleichmässige Unterschneiden in nur 5 cm ist mit speziellen Geräten möglich. Normale Grubber laufen das erste Mal zwischen 5 und 10 cm. Bei einer sehr flachen Bearbeitung oder einer Bearbeitung mit einer Gänsefussscharhacke muss darauf geachtet werden, dass es keine „Sohle“ gibt. Bei einem sehr starken Befall sollte bei jedem folgenden Durchgang 5 cm tiefer gearbeitet werden. Wichtig ist, dass die Distelwurzeln nicht von Kreiseleggen oder Fräsen in kleine Stücke gehackt werden, die wieder austreiben. Nach der intensiven Bodenbearbeitung ist es am besten eine gut deckende, schnell wachsende Begrünung anzulegen, welche den Boden schnell beschattet. Bewährt hat sich dazu eine Kleegrasmischung von drei Jahren.
Weitere Informationen:
Kontaktperson am FiBL: Hansueli Dierauer
FiBL-Merkblatt Ackerkratzdistel
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