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Berater-Info: Pflege von Bio-Hochstammobst

Zur Sicherung des Ertrages und der langfristigen Baumgesundheit lohnt sich auch bei einer extensiven Obstproduktion ein minimaler Pflanzenschutzaufwand. Direkte Massnahmen variieren stark nach Standort und Sorte, der Witterung und dem Verwendungszweck des Obstes. Für den Erfolg der Massnahmen sind die Applikationstechnik und die Wahl des richtigen Zeitpunktes (regelmässige Kontrollen durchführen) entscheidend.

Kernobst

Bis zum Ende des Ascosporenfluges, ca. Ende Mai, empfiehlt es sich noch ein- bis zweimal gegen Schorf vor Niederschlägen zu behandeln. Mittel: Tonerdepräparate + Schwefel Stulln bei Temperaturen unter 15° C und Schwefel alleine bei warmer Witterung. Besonders bei Jungbäumen Befall mit Mehliger Apfelblattlaus eindämmen mit NeemAzal -T/S -Behandlung direkt vor der Blüte. Wird vom Hochstamm auch Tafelobst angestrebt, lohnt sich bei starkem Auftreten des Apfelwicklers im Sommer der Einsatz eines Granulosevirus-Präparates.

Kirschen

In Lagen mit Schrotschusskrankheit sind jetzt noch ein bis zwei Behandlungen mit einem Tonerdepräparat + Netzschwefel Stulln empfehlenswert. Ab sofort gilt es auch den Frostspanner und die Blattläuse zu überwachen. Mittel: Bacillus thuringiensis bei Temperaturen über15° C gegen Frostspanner und NeemAzal -T/S gegen Blattläuse direkt nach der Blüte.

Zwetschgen

Auf Befall durch die Grüne Zwetschgenblattlaus achten. Sie ist vor allem für Jungbäume gefährlich. Mittel: Pyrethrum-/Rotenon-Präparat. Bei Befallsgefahr mit der Sägewespe (Vorjahresbefall, Weissfallenfänge) Einsatz eines Quassiapräparates beim Abfallen der Blütenblätter.

Weitere Informationen:

Ansprechpartner am FiBL: Andi Häseli
FiBL-Merkblatt: Pflanzenschutz im Biokernobstbau

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© 2008 FiBL Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Last Update 28.04.2006 | Comments: webmaster@fibl.org

   
Junger Apfelbaum mit Schutzmantel © FiBL, Bild: Andi Häseli
  Vor allem junge Hochstämme brauchen Schutz vor Schaderregern.