Berater-Info: dem Geflügel das Auslaufverbot erleichtern
Seit Montag, 20. Februar 2006 ist die Freilandhaltung von Geflügel bis auf weiteres verboten. Wie ergeht es dem Geflügel, welches nun bereits einige Tage eingesperrt ist, und wie kann man dafür sorgen, dass die Tiere sich in der ungewohnten Situation wohl fühlen? Wir haben bei einigen Geflügelhaltern nachgefragt.
Zurzeit sind die Tiere noch recht ruhig, besonders in Ställen, die nicht voll besetzt sind. Oft drängen sie sich im Aussenklimabereich um die Sonnenplätze und warten bei dem schönen Wetter darauf, dass die Türen auf die Weide wie üblich geöffnet werden. Auf einigen Betrieben scheinen die Tiere nervöser als sonst und schwächere Tiere werden eher bepickt. Einige Bauern befürchten, dass die Nervosität und Aggressivität nach einigen Wochen ohne Auslauf steigen wird und machen sich Gedanken, wie sie das Geflügel beschäftigen können.
Geflügel kann man mit alle paar Tage wechselndem Beschäftigungsmaterial ablenken. Wichtig sind eine gute, trockene Einstreu und ein gefülltes Staubbad, in denen sie scharren und staubbaden können. Die Körnergaben in die Einstreu kann man auf mehrere Gaben verteilen, so dass die Tiere länger beschäftigt sind. Äste, Pickschalen oder leere rote Becken, Strohballen, Karotten, Rüben, Rüstabfälle, Fallobst und Holzschnitzel bringen Abwechslung. Empfehlenswert ist, nicht gleich alles miteinander anzubieten, da die Hühner Platz brauchen, um sich zu bewegen und um an Tagen, an denen die Tiere besonders aggressiv sind etwas Neues anbieten zu können. Für Gänse kann ein Planschbecken den Teich notdürftig ersetzen.
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Kontaktperson
am FiBL: Esther Zeltner
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