Berater-Info: Kokosseife gegen Regenfleckenkrankheit
Die Regenfleckenkrankheit, eine durch pilzliche Erreger hervorgerufene Verschmutzungskrankheit auf Äpfeln, ist in den letzten Jahren ein wichtiger Faktor für die Qualitätsausbeute bei der Apfelernte geworden. Die Krankheit wird meist erst zur Ernte hin sichtbar. Infektionen und Sporenkeimung können aber schon kurz nach der Blüte bis hin zur Ernte stattfinden. Aufgrund der zurzeit feuchtwarmen Witterung steigt die Gefahr von Infektionen und damit eines Epidemieaufbaues.
Besonders gefährdet für die Regenfleckenkrankheit sind feuchte Standorte, dichte, schlecht durchlüftete Baumkronen und spät reifende, hellschalige Sorten. In gefährdeten Anlagen (Vorjahresbefall) empfiehlt sich vor allem bei Lagersorten jetzt mit Behandlungen zu beginnen. Dazu steht das Kokosseifenpräparat Cocana RF zur Verfügung, das bei optimaler Anwendung eine gute Wirkung zeigt.
Für den Bekämpfungserfolg ist eine gute Benetzung der Früchte mit 800 –1000 l Spritzbrühe/ha, je nach Baumvolumen, entscheidend, da besonders die schlecht erreichbaren Früchte im Bauminnern wegen der feuchteren Mikroklima stark gefährdet sind. Die Präparate-Aufwandmenge beträgt 5-8 Liter pro Hektare. Um den Abwaschverlust gering zu halten, sind die Behandlungen nach Niederschlägen durchzuführen. Für die Einschätzung der Wirkung soll ein Spritzfenster bei mindestens einer anfälligen Sorte ausgeschieden werden. Weitere Behandlungen sind bei feuchter Witterung im Abstand von ca. 2 Wochen durchzuführen. Die Behandlungshäufigkeit richtet sich nach der Einschätzung des Befallsrisikos. Die letzte Applikation sollte spätestens 3 Wochen vor Ernte durchgeführt werden. Cocana RF kann zusammen mit Schwefel, nicht aber mit Granulosevirus-Präparaten eingesetzt werden.
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am FiBL: Andi Häseli
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