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Berater-Info: Krautfäule und Kartoffelkäfer – jetzt handeln

Nach den vielen Niederschlägen in diesem Frühjahr sind bereits diverse Herde der Krautfäule aufgetreten. Über den aktuellen Stand der Verbreitung informieren die landwirtschaftlichen Zeitungen, besonders aktuell auch die homepage www.phytopre.ch. In der jetzigen Phase gilt: Bestände häufig kontrollieren. Symptome der Krautfäule sind die bekannten „Ölflecken“ auf der Blattoberseite, mit weissem Pilzrasen auf der Blattunterseite, seltener auch braune Stellen an den Stängeln. Je früher ein Befall entdeckt wird, desto besser kann er in Schach gehalten werden.

Was tun gegen Krautfäule?

  • Für alle gefährdeten Bestände sind regelmässige Kupferbehandlungen mit tiefer Dosierung ratsam (200 – 250 g/ha Reinkupfer). Mittelwahl gemäss FiBL-Hilfsstoffliste. Der Bestand muss vor Niederschlägen behandelt werden. Behandlung nach grösseren Niederschlägen oder nach 7-10 Tagen wiederholen.
  • In befallenen Feldern muss die Dosierung erhöht werden (800 g/ha). Das gleiche gilt, wenn ein Feld in unmittelbarer Nachbarschaft befallen ist. Sofort nachdem ein Befall entdeckt wurde, sollte eine erste Kupferbehandlung durchgeführt werden, spätestens nach einer Woche eine zweite.
  • Kupferlimite: Die Gesamtmenge aller Behandlungen darf pro Jahr 4 kg/ha nicht überschreiten.
  • Sofern nur einzelne Befallsherde auftreten: Kraut grosszügig bis in den gesunden Bestand hinein entfernen, um die Verbreitung der Sporen zu unterdrücken.

Wer resistente Sorten anbaut, muss sich weniger Sorgen machen. Appell, Naturella, Innovator und Panda werden kaum von der Krautfäule befallen, auch die Sorten Derby und Markies sind nicht sehr anfällig.

Auch auf den Kartoffelkäfer sollte man achten. Wichtig sind nicht so sehr die gestreiften ausgewachsenen Tiere, sondern die orangefarbenen Eier und die rosa Larven. Ein gewisser Befall ist tolerierbar, speziell bei frühen Sorten. Bei starkem Befall ist jedoch eine Behandlung notwendig. Idealer Zeitpunkt: wenn die Larven noch klein sind. Die Behandlung darf nicht zu spät erfolgen. Nach der Behandlung auf später geschlüpfte Tiere achten und bei Bedarf ein zweites Mal behandeln.

Was tun gegen den Kartoffelkäfer?

  • Einziger zugelassener Wirkstoff: Bacillus thuringiensis; Mittelwahl gemäss FiBL-Hilfsstoffliste. Dosierung gegen kleine Larven: 3 l/ha, gegen grosse Larven 6 l/ha.
  • Produkt wenn möglich in einer warmen, trockenen Periode ausbringen, am besten abends oder bei bedecktem Himmel.

Weitere Informationen
Ansprechpartner am FiBL: Bernhard Speiser
FiBL-Merkblatt: Biokartoffeln
Sortenempfehlungen Biokartoffeln
www.phytopre.ch

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© 2008 FiBL Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Last Update 21.06.2005 | Comments: webmaster@fibl.org

   
Krautfäulebefall auf Kartoffelblättern © FiBL, Bild: Bernhard Speiser
  Symptome der Krautfäule: „Ölflecken“ auf der Blattoberseite.