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Berater-Info: Regulierung der Kirschfliege

In den letzten Jahren wurde ein verstärktes Auftreten der Kirschenfliege beobachtet. An manchen unbehandelten Bäumen waren über 90 Prozent der Kirschen madig. Deswegen ist es auch in diesem Jahr unerlässlich, Gegenmassnahmen zu ergreifen. Zur Flugüberwachung und zum Massenfang können Gelbfallen (Typ Rebell®) eingesetzt werden. Für die Flugüberwachung ist eine Falle pro Kirschensorte ausreichend, während für den Massenfang etwa 8-10 Fallen pro Hochstammbaum nötig sind. Um die Fangquote der Fallen zu verbessern, können unter den Fallen PET-Flaschen mit biologischem Flüssigdünger (z.B. Lysodin Algafert) angebracht werden. Der Flüssigdünger lockt aufgrund seines Geruchs die Fliegen an, so dass mit beköderten Fallen etwa doppelt so viele Fliegen gefangen werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Abdeckung der Baumscheibe mit engmaschigen Netzen (Maschenweite 0.8mm, Netzränder beschweren oder eingraben). Die Netze verhindern, dass die Fliegen, die aus den im Boden überwinternden Puppen schlüpfen, zu den Kirschen gelangen. Der Mindestabstand zu Kirschbäumen ohne Abdeckung sollte mindestens 200m betragen. Falls durch Frost die Ernte bei den benachbarten Bäumen ausfällt, ist ein Mindestabstand von 800-1000m nötig, da in diesem Fall mit einer verstärkten Wanderbewegung der Fliegen zu rechnen ist. Weiterhin ist eine Abdeckung der Baumkrone mit Netzen möglich. Die Netze sollten zwingend vor Flugbeginn der Kirschenfliegen (Mitte Mai) installiert werden.

Um neue Verfahren zur Bekämpfung der Kirschenfliege entwickeln und prüfen zu können, sucht das FiBL madige Kirschen und Puppen für Laborversuche.

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Claudia Daniel

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Ansprechpartner am FiBL: Claudia Daniel
FiBL-Forschung zur Regulierung der Kirschenfliege

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© 2008 FiBL Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Last Update 02.05.2005 | Comments: webmaster@fibl.org

   
Kirschenfliege bei der Eiablage © FiBL, Bild: Claudia Daniel
  Häufiger Schädling im Bioobstbau: die Kirschenfliege bei der Eiablage.