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Berater-Info: Pflege von Bio-Hochstammobst

Auch bei extensiver Obstproduktion ist zur Sicherung des Ertrages und der langfristigen Baumgesundheit eine gewisse Pflege nötig. Die notwendigen direkten Massnahmen variieren stark je nach Standort und Sorte, den Witterungsverhältnissen und dem Verwendungszweck des Obstes. Für den Erfolg der Massnahmen sind die Applikationstechnik und die Wahl des richtigen Zeitpunktes (regelmässige Kontrollen durchführen) entscheidend.

Kernobst:
Bis zum Ende des Ascosporenfluges, ca. Ende Mai, kann die Entwicklung des Apfelschorfs mit 2 bis 3 Behandlungen vor Niederschlägen stark eingedämmt werden. Mittel: Tonerdepräparate + Netzschwefel Stulln bei Temperaturen unter 15 ° C und Netzschwefel alleine bei warmer Witterung. Besonders bei Jungbäumen kann die Mehlige Apfelblattlaus nachhaltige Schäden verursachen. Mittel: NeemAzal -T/S -Behandlung direkt vor der Blüte. Soll vom Hochstamm auch Tafelobst geerntet werden, lohnt sich bei starkem Auftreten des Apfelwicklers im Sommer der Einsatz eines Granulosevirus-Präparates.

Kirschen:
In Lagen mit Befallsgefahr durch die Schrotschusskrankheit sind ab jetzt bis nach der Blüte zwei bis drei Behandlungen mit Kupfer oder einem Tonerdepräparat + Netzschwefel Stulln empfehlenswert. In Lagen mit Sprühfleckenkrankheit empfiehlt sich eine zusätzliche Schwefelbehandlung nach der Blüte.
Ab Vorblütestadium müssen der in den letzten zwei Jahren stark aufgetretene Frostspanner und Blattläuse mit visuellen Kontrollen gut überwacht werden. Mittel: Bacillus thuringiensis bei Temperaturen über 15 ° C gegen Frostspanner und Pyrethrum-/Rotenonpräparate gegen Blattläuse vor dem Einrollen der Blätter und mit viel Wasser behandeln.

Zwetschgen:
Ab Vorblütestadium Kontrolle auf Befall durch die Grüne Zwetschgenblattlaus, die vor allem für Jungbäume gefährlich ist. Mittel: Pyrethrum-/Rotenon-Präparat. Besteht die Gefahr eines Befalls mit der Sägewespe (Vorjahresbefall, Weissfallenfänge), sollte ein Quassiapräparates beim Abfallen der Blütenblätter eingesetzt werden.

Weitere Informationen
Ansprechpartner am FiBL: Andi Häseli
FiBL-Publikation: Biologischer Obstbau auf Hochstämmen
FiBL-Publikation: Pflanzenschutz im Biokernobstbau

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© 2008 FiBL Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Last Update 25.04.2005 | Comments: webmaster@fibl.org

   
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