Berater-Info: Maissorten für den biologischen Anbau 2005
Das FiBL führte letztes Jahr zusammen mit dem Saatguthändler
UFA-Samen und der Fachstelle für Biolandbau des Kantons Aargau
Sortenversuche mit Mais an den Standorten Frick, Lieli und Wauwil
durch. Der Versuch in Wauwil konnte aufgrund von Krähenfrass
nicht geerntet werden. In Frick wurde ein Silomaisversuch und in
Lieli ein Körnermaisversuch in Streifen angelegt. Getestet
wurden dieselben Sorten ohne Unterscheidung auf Körner- oder
Silomais. Die Ernte erfolgte zum gleichen Zeitpunkt unabhängig
von der Reife. Die Felder waren homogen und der Mais regelmässig
aufgelaufen. In Lieli, einem Grenzstandort für Körnermaisanbau
hat die neue Sorte Amadeo (107 dt/ha) am besten abgeschnitten,
gefolgt von Nathan (101 dt/ha), Romario (95 dt/ha), Justina, Fjord,
Gavott und PR39G12. Mindere Erträge erzielten Birko (77 dt/ha),
PR39R86 und LG2234.
In Frick, einem guten Maisstandort hat Justina (192
dt/ha) als Silomais am besten abgeschnitten. Justina ist ertragsreicher
als Birko (178 dt/ha) und Tassilo (182 dt/ha) und hat eine gute
Jugendentwicklung. Im Gegensatz zu Birko ist sie jedoch schwach
gegen Helminthosporium. Der höchste Ertrag konnte mit der
mittelfrühen PR39G12
(216 dt/ha) erzielt werden. Die Schwäche dieser Sorte ist,
die geringe Verdaulichkeit. Bei den mittelspäten Sorten haben
Nathan und Benicia am besten abgeschnitten. Die neue Sortenliste
mit den Empfehlungen kann im FiBL-Shop gratis herunter geladen
werden. Von all den erwähnten Sorten ist ausreichend Biosaatgut
erhältlich. Biomais ist in den Katalogen irrtümlicherweise
in der Saatgutverfügbarkeitsstufe 1 aufgeführt. Dies
ist ein Fehler, da die Fachkommission Ackerbau den Mais nachträglich
in Stufe 2 eingeteilt hat. Damit sind auf Antrag und in begründeten
Fällen Ausnahmen möglich.
Weitere Informationen
Ansprechpartner
am FiBL: Hansueli
Dierauer
Sortenliste
Ackerkulturen und Futterbau
|