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Berater-Info: Eiweissversorgung durch Ackerbohnen oder Eiweisserbsen?

Die Versorgung mit Eiweissträgern ist in der Biofütterung nach wie vor ein grosses Problem. Bei den Futtermühlen ist ausländische Biosoja mit Abstand die wichtigste Komponente in der Futtermischung. Biosoja wird in der Schweiz nur für die Tofuproduktion angebaut, ein Anbau für Futterzwecke ist bei den momentanen Preisen nicht realistisch. Nach Soja folgt in der Beliebtheitsskala die Eiweisserbse. Die Produktion von Eiweisserbsen könnte noch wesentlich ausgedehnt werden. Eiweisserbsen lassen sich gut verarbeiten und vielseitig einsetzen. Ackerbohnen hingegen sind bei den Mühlen aufgrund des Verarbeitungsaufwandes (harte Schale) weniger beliebt. Die neue tanninfreie Sorte Gloria wird vor allem bei den Nichtwiederkäuern, tanninhaltige Sorten bei den Wiederkäuern eingesetzt. Letztes Jahr hat der grosse Blattlausdruck fast die ganze Bioernte an Eiweisserbsen und Ackerbohnen vernichtet. Die Blattläuse haben sich ein Jahr zuvor unter idealen Bedingungen so gut vermehrt, dass sie noch eine zusätzliche Generation bilden konnten. Es ist anzunehmen, dass sich dies im nächsten Sommer nicht wiederholt, da letztes Jahr bezüglich Temperatur ein Durchschnittsjahr war. Die Aussaat für Ackerbohnen oder Eiweisserbsen naht. Diese können Ende Februar bis Mitte März ausgesät werden. Bezüglich Klima stellen beide Kulturen keine grossen Ansprüche. Sie ertragen im Frühjahr sogar Spätfröste bis minus 4 °C. Für den Anbau ungeeignet sind flachgründige zur Trockenheit neigende Böden. Ackerbohnen bevorzugen schwere, kalkreiche Böden während Eiweisserbsen auf mittelschweren Böden mit ph zwischen 6 und 7.5 gedeihen. Ackerbohnen sind im Anbau robuster und eignen sich für niederschlagsreichere Gegenden.

Weitere Informationen
Ansprechpartner am FiBL: Hansueli Dierauer
FiBL-Merkblatt Eiweisserbsen
FiBL-Merkblatt Ackerbohnen

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© 2008 FiBL Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Last Update 01.02.2005 | Comments: webmaster@fibl.org

   
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